Wieso sollten Sportler nicht zu viele Antioxidantien konsumieren?

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Wir sprechen hier über nicht enzymatische Antioxidantien z.B: Vitamin C (wasserlöslich) und Vitamin E (fettlöslich)

ROS werden auf verschiedene Art und Weise während des Sports produziert, z.B.: Stoffwechselweg des Ubichinons in der Atmungskette, durch die  Xanthinoxidase und viele andere Wege.

Die bekanntesten enzymatischen Antioxidantien sind, Katalase, Superoxiddismutase (SOD) und Glutathion unter zwei Formen (Reduktase und Peroxidase). Antioxidantien, egal ob es sich um  enzymatische oder nicht-enzymatische handelt, sind Elektronenfänger derjenigen Elektronen, die von reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) herrühren. Diese freien Elektronen aus den ROS zerstören sowohl die Zellmembran als auch die DNA. Antioxidantien haben in erster Linie die Aufgabe, die Zellen von der schädlichen Wirkung von freien Elektronen zu schützen.

Es gibt eine Kompensationswirkung zwischen enzymatischen und nicht-enzymatischen Antioxidantien. Der Auslöser für die Synthese von enzymatischer Antioxidantien ist die Konzentration  an vorhandenen ROS. Also, je mehr ROS, desto mehr Synthese und Regeneration von antioxidativen Enzymen.

Wenn ein Athlet Ergänzungsmittel, wie Vitamin C und / oder E, nimmt, so werden diese Vitamine das Niveau von ROS reduzieren (was natürlich gut für die Zellen ist). Dieses wird aber mittelfristig die Genexpression für die Synthese an antioxidativen Enzymen beeinflussen, In diesem Fall wird die Genexpression reduziert! Die Syntheserate der Katalase, der SOD, und des Glutathions werden gesenkt, weil das Niveau an ROS durch eine Supplementierung mit Vitamin C und / oder E, abgesenkt wird.

Auf der anderen Seite, sind aber die ROS-bei der Anpassung der beteiligten Abwehrprozesse gegen den Angriff durch freie Radikale beteiligt. Die Zellmembranen und die DNA werden resistenter gegen den Angriff freier Radikale wenn sie diesen regelmäßig ausgesetzt sind. Konsumiert man jetzt regelmäßig hohe Dosen an nicht enzymatischen Antioxidantien wird dieser Adaptationsprozess inhibiert.

SCHLUSSFOLGERUNG::

Der regelmäßige Konsum  nicht-enzymatischer Antioxidantien hat folgende Konsequenzen für den Athleten:

  • Eine Abnahme der enzymatischen Antioxidantien und eine Abhängigkeit von der Ergänzung mit nicht-enzymatische Antioxidantien.
  • Eine Hemmung der zellulären Anpassung gegen freie Radikale, damit werden die Gewebe weniger widerstandsfähig gegen freie Radikale (während des Trainings ist die Rate an ROS sehr hoch).
  • Es ist vorteilhafter mit Selen, Mangan, Kupfer und Zink zu supplementieren, also mit Oligoelementen die im Stoffwechsel der Katalase (Selen) und der SOD (Mangan, Kupfer und Zink) beteiligt sind. Diese Oligoelemente wirken synergistisch mit den antioxidativern Enzymen, während die dauerhafte Supplementierung mit Vitamin C und E antagonistisch zu den antioxidativen Enzymen wirkt.

 

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